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Giersch Mineralstoffbombe und Anti-Gichtkraut

  • 21. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Giersch das Wildkraut gegen Gicht -weit mehr als lästiges Unkraut!

Giersch
Giersch

Du kennst ihn sicher – den Giersch. Er wuchert, kommt immer wieder und wird meist sofort ausgerissen. Kaum eine Pflanze sorgt bei Gärtnern für so viel Widerstand. Und doch lohnt es sich, einen Moment innezuhalten und genauer hinzuschauen.

Denn was viele als lästiges Unkraut betrachten, ist in Wirklichkeit ein wertvolles Wildgemüse. Giersch wächst ganz von allein, ohne Pflege und ohne Kosten, direkt vor der Haustür. Statt ihn konsequent zu bekämpfen, kann es sinnvoll sein, ihm einen Platz zu lassen und ihn gezielt zu nutzen. So wird aus einem Problem eine Ressource.


Giersch Unkraut oder gesundes Superfood?

Er wächst, wo er will, und genau das macht ihn so unbeliebt. Doch gerade diese Eigenschaft ist auch seine Stärke. Giersch versorgt dich zuverlässig mit frischem Grün – ganz ohne dein Zutun. Wenn du ihn nicht vollständig entfernst, sondern bewusst begrenzt, wird er zu einer konstanten Quelle für essbare Wildpflanzen im eigenen Garten.


So gesund ist Giersch

Neben Mineralstoffen liefert Giersch auch Vitamin C. Dieses unterstützt das Immunsystem und trägt dazu bei, dass der Körper Nährstoffe besser aufnehmen kann.

Damit wird Giersch zu einer einfachen Möglichkeit, die eigene Ernährung mit frischen, natürlichen Nährstoffen zu ergänzen – direkt aus dem Garten oder von draussen.


Giersch als Mineralstoffbombe und Hilfe bei Gicht.

Giersch enthält eine bemerkenswerte Kombination an Mineralstoffen. Besonders hervorzuheben sind Kalium, Calcium und Magnesium. Diese unterstützen die Funktion von Muskeln und Nerven und sind wichtig für den Knochenstoffwechsel. Weil der Giersch zudem entwässernd wirkt wurde er früher auch Zipperleinschkraut genannt. Er schwemmt Harnsäurekristalle aus, welche zu Gicht führen können.

Gerade weil Giersch nicht gezüchtet ist, sondern wild wächst, steckt in ihm oft eine hohe Dichte an wertvollen Inhaltsstoffen – und das ganz ohne Dünger oder Pflege. So gesehen, ein wertvolles Kraut, für alle, die nicht all zu viel Zeit verwenden können für den Garten, oder Jäten. Statt jäten, einfach essen.


So schmeckt Giersch

Auch geschmacklich überrascht die Pflanze. Die jungen Blätter sind mild und erinnern an eine Mischung aus Karotte und Sellerie. Mit zunehmendem Alter werden die Blätter kräftiger und leicht bitter, ähnlich wie Lattich.

Deshalb lohnt es sich, vor allem die jungen, zarten Triebe zu ernten. Doch auch die Bitterstoffe sind gesund für den Stoffwechsel. Etwas älteren Giersch einfach verwenden wie Spinat oder Mangold.


Giersch in der Küche verwenden

In der Küche ist Giersch vielseitig einsetzbar. Er kann frisch im Salat verwendet werden, als Suppengemüse dienen oder wie Spinat zubereitet werden. Auch in grünen Smoothies lässt er sich gut integrieren.

Schon kleine Mengen reichen aus, um Gerichte zu bereichern und ihnen eine frische, grüne Note zu geben.


Giersch im Garten eindämmen statt bekämpfen

Wenn der Giersch im Garten zu stark wuchert, kann man ihn einfach eingrenzen und ihm bewusst einen Bereich überlassen. So bleibt er kontrollierbar und steht dennoch jederzeit zur Verfügung.

Auf diese Weise wird aus einem hartnäckigen „Unkraut“ eine dauerhafte und unkomplizierte Nahrungsquelle.


Rezept Giersch-Omelett  

Dieses Omelett eignet sich besonders gut, um auch grössere, ältere Gierschblätter zu verwenden. Durch das kurze Dünsten verlieren sie ihre Festigkeit und werden angenehm weich – ähnlich wie Spinat.

Zutaten (für 1–2 Personen)

  • 2–3 Eier

  • eine gute Handvoll Giersch (auch grössere Blätter)

  • etwas Milch oder Wasser (optional, es geht auch ohne, dann ist es eher wie ein französisches Omelett)

  • wer es deftiger mag, kann auch noch gekochte Kartoffelwürfel vom Vortag beigeben, dann wird es wie Bauernomelett oder Tortilla

  • Salz und Pfeffer

  • optional: Zwiebel oder Knoblauch

  • Butter oder Öl zum Braten


Zubereitung

Den Giersch waschen und grob hacken. Dickere Stiele kannst du bei Bedarf etwas kleiner schneiden.

In einer Pfanne etwas Butter oder Öl erhitzen. Optional fein gehackte Zwiebel oder Knoblauch kurz anbraten.

Dann den Giersch in die Pfanne geben und wie Spinat zusammenfallen lassen. Das dauert nur wenige Minuten.

In der Zwischenzeit die Eier verquirlen und würzen.

Sobald der Giersch weich ist, die Eiermasse darüber giessen und bei mittlerer Hitze stocken lassen. Nach Belieben wenden oder zusammenklappen.


Tipp

Auch etwas kräftigerer, leicht bitterer Giersch eignet sich gut für diese Zubereitung, da die Bitterstoffe beim Dünsten milder werden.


Fazit -Giersch nutzen statt ausreissen

Was viele aus dem Garten entfernen, kann eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans sein. Vielleicht lohnt es sich, den Blick zu ändern und das, was da wächst, nicht nur als Problem zu sehen, sondern als Möglichkeit.

Du musst ihn nicht bekämpfen – du kannst ihn einfach essen.

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